dieses und jenes Phase 3

Als Neuling auf der GTA

By on Juli 9, 2017

Unglaublich

Die Anreise gestern war lang. Nachdem Ferienbeginn war habe ich beschlossen über Nacht zu fahren. Am Freitag um 21h bin ich gestartet und bis auf ein paar Gassi Stopps und insgesamt 1h Schlafpausen bis Samstag 9h durch gefahren. Durch die kaputte Klimaanlage waren die Pupsen recht arm und ich wollte möglichst vor beginnender Vormittagshitze aus der Poebene in die kühleren Berge geflüchtet sein. Die Fahrt ins Tal hinein hat sich noch etwas gezogen, aber was mir auf den acht Stunden ab Graz mit 130 auf der Autobahn immer wieder durch den Kopf ging war, wie unglaublich das eigentlich ist, dass Ania und die Pupsen das alles zu Fuß gegangen sind. In Schleifen. Rauf runter über die Berge. Wow!

Ich bin dabei

Die erste Tour auf der GTA. Also eigentlich zwei Touren, wobei die Variante im Raum stand, den zweiten Teil auf vier Rädern zu absolvieren, je nach Wetter und Kondition.
Als Weitwander-Neuling war natürlich Einiges spannend. Den Rucksack haben wir gestern schon Probe gepackt. Wie vermutet nimmt mein Gewand und restliches Zeugs nicht so viel Platz ein, ich wäre also mit meinem 35 Liter Rucksack, den ich zwischenzeitlich eingeplant hätte prinzipiell ausgekommen, aber ich will mich klarerweise am Pupsen BARF-Catering auch beteiligen und so füllten wir fast die Hälfte meines neu gekauften 45-55 Liter Rucksacks mit rohem Fleisch und Ähnlichem. Und wir haben die 55 Liter voll genutzt. Dennoch habe ich inklusive 0,5 Liter Wasser und der Stöcke nur 15kg. Ania hat heute 19kg. Aber sie hat es auch viel leichter weil ihr Schwerpunkt viel tiefer liegt. 😉

Nachdem wir also um 5h aufgestanden sind, Yoga absolviert und den Rest gepackt haben, setzten wir uns um 6:30 zu siebent zu einem spartanischen ersten Posto Tappa Frühstück. Dass die Auswahl eines italienischen Frühstücks unseren Gewohnheiten nicht ganz entspricht wurde mir schon zugetragen, aber nur Brot bzw. Zwieback, Butter und Marmelade sah dann in Natura doch recht dürftig aus. Irgendwie reichte es trotzdem und um 7:30 starteten wir alle Richtung Berg. Den ersten Cache noch am Stausee haben wir nach kurzer Suche nicht gefunden.
Schon nach den ersten Höhenmetern teilte sich die Gruppe. Unsere deutsch-holländischen Mitwanderer gingen es langsamer an, während Thomas den Turbo ausgepackt hat und schon nach wenigen Metern weg war. Wir haben ihn dann auch später nicht mehr gesehen. Wir waren nicht ganz so schnell, da die läufige Ryoko mal einige Steine markieren musste.
Beim Aufstieg gab es leichten Regen, gleich mal die erste Gelegenheit das neue Cape auszuprobieren. Hält wie erwartet den Regen draußen, aber auch die Körper Feuchtigkeit drinnen, schützt also nur bedingt vor feuchter Kleidung.
Nach zwei Stunden waren wir am Pass, Ania hat den dortigen Cache geholt und wir setzten uns ins Refugio auf einen Kaffee. Das war eigentlich auch die ganze Auswahl dort, weil sie gerade beim Wegräumen waren. Wir dürften aber auf die verneinte Frage nach Dolci so enttäuscht drein geschaut haben, dass sie uns dann noch Nutella Brote als Äquivalent organisiert hat.
Nach unserer Pause kamen dann auch gerade die restlichen Vier an, was sich gut traf, da sie den Leckerlie Sack gefunden hatten, den ich beim Aufstieg verloren hatte. Nach einer kurzen Verabschiedung marschierten wir sanft bergab an einer Sennerei vorbei, wo wir ein wenig Käse für den Abend kauften. Dort war dann auch der nächste DNF. Die Caches in der Gegend wehren sich etwas gegen das gefunden werden.

Umgeplant

Kurz vor dem Zwischenziel “Il Truc” wo wir mittag essen wollten kam dann doch das befürchtete Gewitter, das sich direkt über uns entlud. Glücklicherweise fand sich kurz später ein unerwartetes Agriturismo, bei dem wir in strömendem Regen Zuflucht und auch gutes Essen fanden.
Hier ließen wir es uns richtig gut gehen. Der Entschluss, den restlichen Abstieg nach Susa zu streichen, war auch leicht gefasst. Das Wetter beruhigte sich nicht, es schüttete so sehr, dass die Tagesgäste selbst die paar Meter zu ihren Autos scheuten.
Da nahm sich das Taxi sogar mit einer Stunde Wartezeit und 80.- recht fair aus.
Aber die nette Besitzerin des Agriturismo bot dann an, dass uns Ihre Kellnerin mitnehmen könnte.
Um 17h fuhren wir dann mit ihr hinunter. Die beiden Wuffis waren kein Problem für sie, zumal sie selbst eine neunjährige Akitadame zu Hause hat. Sie brachte uns über unzählige Höhenmeter auf der engen Straße nach Susa direkt zum Hotel Napoleon. Wir bedankten uns mit dem halben Taxipreis. Abgesehen vom Regen war das Aussparen des langen Abstiegs vor allem für Anias Knien die richtige Entscheidung.
Abends schlenderten wir noch durch das nette Susa und genossen noch einen Aperol Spritz samt Tapas.

Tagesstatistik
zurückgelegte km: 14,9km
überwundene Höhenmeter: 830 bergauf / 740 bergab
höchster Punkt: 2560m – Capanna Sociale Aurelio Ravetto
tiefster Punkt: 1800m – Malciaussia
Stunden unterwegs: 7h

absolvierte Stages: 2
gefundene Geocaches: 3
davon T5: 0

Kosten: 161,-
2x Übernachtung inkl. Frühstück: 97,-
2x Übernachtung Hunde: 6,-
Getränke (Aperol): 10,-
2x Kaffee mit Nutella Broten 8,-
Mittagessen: 40,-
“Taxi”: 40,-
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Fotos von heute
zur Unterkunftsbewertung
Hotel Napoleon
Route auf Komoot

Route

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Höhe statt Ferne

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2017 war für mich das Jahr der weiten Wanderung – in 100 Tagen ging ich von Graz nach Monaco.

Als ich damals im Piemont am Monte Rosa vorbeigewandert bin, wusste ich … irgendwann werde ich diesen Gebirgszug nicht nur aus der Ferne betrachten. Aus “irgendwann” wurde “sehr bald” …

… und so habe ich 2018 meine Prioritäten anders gelegt und mich unter dem Motto “Höhe statt Ferne” kürzer, dafür höher nach oben orientiert und auf einer zweitägigen Tour meine ersten 4.000er Gipfel bestiegen und auf der höchsten Berghütte Europas übernachtet.

In meinem Tagebuch kannst Du über dieses besondere Erlebnis nachlesen.

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