By on August 7, 2017

Heute gibt es noch kein “Tschüß Tirol, tschüß Kärnten!”. Uns gefällt es hier so gut, dass wir um eine Nacht verlängern, und es ist nicht nur meine Angst vor dem Nachhause kommen, die zu dieser Entscheidung führte. Wir haben in der letzten Woche so viel Zeit im Auto verbracht, dass wir morgen außer der Stunde aufs Koschutahaus, sonst nicht fahren wollen. Es ist zwar toll, dass wir jede Region nochmal angefahren sind, aber statt 13h Fahrt kommen wir mittlerweile auf ca. 30h nach Wien. Wenn dann dazwischen noch der ein oder andere Geocache eingebaut wird, dann ist der ganze Tag schnell vorbei und das “Genießen” kommt zu kurz.

Die Geocaches, die wir mit Tom gemeinsam machen, sind fast ausschließlich T5er und keine Drive In Dosen, wo man schnell mitm Auto, auch Cachemobil (CM) genannt, mal hinfährt. Das ist auch das Einzige, worauf Tom in diesem Bezug wirklich Lust hat. Heute war wieder ganz abwechslungsreich und spannend.

Wir durften beim Heimspiel am Parkplatz campen und haben dann nur schnell mit Tankstellenkaffee und Kuchen aus der Pâtissiere in Saint-Sauveur-sur-Tinée gefrühstückt. Das ist fast ein Muss, diesen dort zu verkosten. Es gibt einen herrlichen, saftigen Mandelblechkuchen, mit dem man Gewichte heben kann! Damals sind meine zwei französischen Begleiter auf die Idee gekommen, dort etwas zu besorgen und es wurde dieser Kuchen! Am Heimweg musste also nochmal eine Portion her und da es drei verschiedene gab, wurde es nicht nur Einer. 😉

Lost Place

Der erste Cache führte uns zu einem Lost Place. Ganz ohne Hindernisse ging es aber nicht, denn wenn man so mit einer Leiter durch die Gegend spaziert, ist es nur in Bellinzona unauffällig. In Kärnten wird man sofort vom Förster aufgehalten und nach dem Geplanten gefragt. Tom war schon vorbereitet, denn in der Cachebeschreibung wird erwähnt, dass hier kontrolliert wird und er meinte nur, wir gehen Fotos machen. Ob es uns abgekauft wurde bzw. was sich der Förster dabei gedacht hat, will ich gar nicht wissen. Kurz darauf verschwanden wir nämlich im Gebüsch, durch welches wir durch mussten und kamen bei den Koordinaten wieder raus. Der Platz hat angeblich auch eine Geschichte, die im Logbuch steht. Diese werden wir nicht erfahren, den leider wird es wohl ein DNF werden, wir haben die Dose nicht gefunden. Dafür konnten wir aber dieses nette Plätzchen gemeinsam mit den Pupsen bewundern.

Klettersteig

Dann durften wir uns wieder ins Stahlseil hängen. Zuerst waren wir gar nicht sicher, ob es denn ginge, denn die Unwetter der letzten Tage haben ganz viel Wasser in die Gebirgsbäche gebracht. Da wir uns entlang eines solchen in einer Klamm hocharbeiten würden, machten wir uns etwas Sorgen. Aber es war alles kein Problem und sogar richtig spannend, begleitet von den großen, rauschenden Wassermassen am Felsen zu klettern. Nur einmal mussten wir kneippen. Da dachte ich sofort an den Tag zurück, wo ich die Pupsen über den Bach rüber tragen musste. War also ganz gut, dass sie am Klettersteig nicht mit waren. Das ist der einzige Nachteil von Klettersteigen, Hunde dürfen nicht mit, zu ihrem eigenen Wohl.  Aber Ryoko stört das gar nicht. Man kann sich kaum vorstellen, dass dieser Hund fast von Graz nach Monaco durchgegangen ist! Kaum steigen wir aus dem Duki aus, liegt sie schon. Kaum machen wir einen kurzen Stopp, um z.B. eine Dose zu suchen, liegt sie schon. Sie liegt also fast immer! Aber sie soll die Heimreise auch genießen, denn zuhause geht es dann wieder los mit unseren täglichen Spaziergängen, und die werden wohl anfänglich etwas länger ausfallen. 😉

Baumcache

Der letzte Cache war dann einfach ein Bäumchen, das wir aber ewig gesucht haben. Es gibt zwar in der Cachebeschreibung ein Spoilerbilder, aber ein im April geschossenes Foto von Bäumen und Sträuchern ohne Laub, ist in einem dicht bewachsenem Wald Mitte August nicht sehr hilfreich. Aber irgendwann haben wir ihn dann doch noch in der Dämmerung erspäht.

Morgen geht es dann weiter und diesmal werden auch ein bisschen die Wuffis gefordert. Aber voraussichtlich heißt es dann am Abend “Tschüß Kärnten, tschüß Tirol”.

Geocaching-Statistik
gefunden Geocaches: 2
davon T5er: 2
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Fotos – 07.08.2017
Heim-Spiel

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1 Comment
  1. Antworten

    silvia

    August 8, 2017

    Die Fotos sind ja echt mal der Wahnsinn. DANKESCHÖN 👍 👍 👍

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Höhe statt Ferne

zur StoryView more

2017 war für mich das Jahr der weiten Wanderung – in 100 Tagen ging ich von Graz nach Monaco.

Als ich damals im Piemont am Monte Rosa vorbeigewandert bin, wusste ich … irgendwann werde ich diesen Gebirgszug nicht nur aus der Ferne betrachten. Aus “irgendwann” wurde “sehr bald” …

… und so habe ich 2018 meine Prioritäten anders gelegt und mich unter dem Motto “Höhe statt Ferne” kürzer, dafür höher nach oben orientiert und auf einer zweitägigen Tour meine ersten 4.000er Gipfel bestiegen und auf der höchsten Berghütte Europas übernachtet.

In meinem Tagebuch kannst Du über dieses besondere Erlebnis nachlesen.

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