Ein Sommerspaziergang Phase 3

Ein Entspannungstag

By on Juli 17, 2017

Wir haben schon vor einigen Tagen mögliche Ausstiegspunkte für mich gesucht. Ich muss ja Ania leider in zwei Tagen wieder alleine weiterziehen lassen. Es hat sich letzendlich Chiappera herauskristallisiert, denn danach biegt Ania nach Frankreich ab und das Auto holen in Usseglio wäre zu einem internationalen Problem geworden.
Mit den vorgeschlagenen Tagesetappen hätten wir dieses Ziel gar nicht rechtzeitig erreicht. Durch die Hunde-in-der-Unterkunft-verboten-Problematik haben wir aber ja gezwungenermaßen die letzten drei Tage Gas gegeben und etwas mehr als fünf Etappen erledigt. Dadurch bleibt dann sogar ein freier Tag bis zu meiner Abfahrt. Wir haben etwas herumüberlegt, wo bzw. wann wir den nehmen sollen. Nachdem aber von Maddalena bis Chiazale nicht mal eine ganze Tour zu bewältigen ist, zählt das eigentlich auch als Entspannungstag und somit haben wir beschlossen, den freien Tag in Chiappera einzuplanen, damit Ania dann voll ausgeruht die letzte Strecke angehen kann.

Lang schlafen

Heute haben wir uns auch an die normale Frühstückszeit um 8:00 angepasst, denn Koomi sagte nur 4:40h voraus. Dafür ging sich noch vorher Yoga aus und wir waren um 7:40 fertig gepackt und warteten vor der verschlossenen Tür zum Frühstücksraum. Ein wenig Stress hatten wir dann doch, denn die diversen Apps sagten für 13:00 Regen voraus und irgendwie wollten wir heute nicht nass werden.
Wir nutzten die seltene Gelegenheit des Supermarkts aus und kauften noch Hundefutter und starteten um 8:50 in den Wald.

Nebel

Der Aufstieg ging steil durch den Wald und wechselte dann in Buschland. Die späte Stunde war temparaturmäßig kein Problem, heute stand nämlich Nebel am Programm. Die Pupsen waren trotzdem sehr langsam, Ryoko wohl wegen ihrer Läufigkeit, Vaishavi hat scheinbar den Entspannungstag etwas zu wörtlich genommen und dachte sich, die 800hm passen da so gar nicht dazu.
Trotzdem waren wir flott am Pass und trafen beim Anstieg zwei selten gewordene GTAler. Hinunter ging es dann gemütlich über eine Forststraße durch eine Alm. Die dort weidenden Kühe waren heute zum Glück hinter einem Elektrozaun weggesperrt.
Im idyllischen Tal erfreuten wir uns dann über die Aussicht auf nette kleine Dörfer mit Steindächern. Im Letzten fanden wir um 12:10 dann auch unsere heutige Unterkunft Lou Saret (ACHTUNG: Google Maps zeigt die Position falsch an – nur die Auskunft einer Einheimischen hat uns 700 Meter unnützen Umweg erspart). Der Regen kam dann übrigens nicht, aber wir freuten uns trotzdem über das frühe Eintreffen, da das Agriturismo super nett ist. Und die Draufgabe war, dass wir mit der gut deutsch sprechenden … 17:00 für das Abendessen und auch 5:00 für das Frühstück ausmachen konnten.

Entspannung

Den obligatorischen Kaffee genossen wir am Balkon. Bei den 7min habe ich mich heute erstmals angeschlossen. Trotz der kurzen Etappe war es aber harte Arbeit und ich ziehe abermals den Hut vor Anias Kondition.

Danach wurde es statt einem Aperol eine heiße Schoko. Abgesehen davon, dass Ersterer nicht verfügbar war, passte das auch ganz gut zu der eher kühleren Temperatur.

Das Abendessen gestaltete sich wie erhofft ausgezeichnet. Durch die frühe Stunde und nachdem wir schon am Nachmittag fleissig Blog vorbereitet haben, kamen wir heute sehr früh ins Bett.

Tagesstatistik
zurückgelegte km: 11,3km
überwundene Höhenmeter: 800 bergauf / 680 bergab
höchster Punkt: 2284m – Colle della Battagliola
tiefster Punkt: 1590m – Pleyne
Stunden unterwegs: 3,3h

absolvierte Stages: 1
gefundene Geocaches: 0
davon T5: 0

Kosten: ?
2x Übernachtung inkl. Frühstück:
2x Kaffee & 2 heiße Schoko: 12,-
Hundefutter im Minimarket: 35,-
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Fotos von heute
zur Unterkunftsbewertung
Agriturismo Lou Saret
Route auf Komoot

Route

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Höhe statt Ferne

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2017 war für mich das Jahr der weiten Wanderung – in 100 Tagen ging ich von Graz nach Monaco.

Als ich damals im Piemont am Monte Rosa vorbeigewandert bin, wusste ich … irgendwann werde ich diesen Gebirgszug nicht nur aus der Ferne betrachten. Aus “irgendwann” wurde “sehr bald” …

… und so habe ich 2018 meine Prioritäten anders gelegt und mich unter dem Motto “Höhe statt Ferne” kürzer, dafür höher nach oben orientiert und auf einer zweitägigen Tour meine ersten 4.000er Gipfel bestiegen und auf der höchsten Berghütte Europas übernachtet.

In meinem Tagebuch kannst Du über dieses besondere Erlebnis nachlesen.

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