Ein Sommerspaziergang Rückreise

Arrivederci Piemont / Italia

By on August 4, 2017

Im Gegensatz zu Frankreich, wo wir durch sehr viele der Örtchen, durch die ich durchgegangen bin, gefahren sind, musste ich mich im Piemont für Eines entscheiden. Hier wanderte ich tatsächlich nur durch Gebirge entlang der Wanderwege und stieg nur zum Übernachten meist in einen Ort ab. Diese sind dann aber eigentlich alle im Talschluss gewesen, d.h. mit dem Auto muss man sich zuerst taleinwärts vorarbeiten. Also kam von mir kaum ein “oh, schau da bin ich durchgewandert”, dafür aber von Tom öfters ein “oh, schau, da bin ich durchgefahren”. Immerhin hat er mich zwei Mal im Piemont besucht und kannte einige der Straßen.

Es wäre eigentlich egal, welches der Etappenziele der GTA-Strecke, die mich von Forno bis nach Chiappera durch den Piemont führte, ich mir ausgesucht hätte, an jedes gibt es sehr viele positive Erinnerungen.

Ich habe überall ausgezeichnet gegessen! Das ist wohl das Erste, was einem einfällt. Die GTA ist definitiv eine kulinarische Wanderung. Zwar nicht unbedingt, was das Frühstück angeht, hier sind Frankreich und Italien gleich. In Frankreich gibt es das bessere Brot und Italien den besseren Kaffee. Sonst gibt es halt Brioche, Croissant oder Semmeln mit Marmelade und wenn man Glück hat, Müsli. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.
Aber die Abendessenkultur ist einfach unbeschreiblich. Das muss man erlebt haben! Bis auf den Nachteil, dass sie sehr spät zu Abend essen, was für einen Wanderer, der um 15:00 spätestens hungrig mit seiner Tagestour fertig ist, eine Katastrophe ist, kann man nichts Negatives über das Essen hier sagen. Außer, man sieht die Menge als etwas Schlechtes an, denn abnehmen kann man hier nicht, egal wie viel Höhenmeter man überwindet. Es gibt fast immer Antipasti, mein absoluter Lieblingsgang und meist war ich nach dem auch satt. Dann kommt Primi Piatti mit Pasta und Secondo Piatti mit Fleisch und sehr oft Polenta. Zum Abschluss gibt es dann Dolci, mein Zweitlieblingsgang, dazu Espresso. Getrunken wird Rotwein, karaffenweise und Wasser gibt es auch. Grissini liegen immer auch am Tisch, aber Finger weg davon, es kommt ja genug anderes! Und hier wird auch sehr viel Wert auf das Abendessen gelegt, wehe man versucht darauf zu verzichten! Dann wird man böse angeschaut.
Das meinen die Italiener aber nur halbernst, denn ich glaube, sie können gar nicht böse schauen. Hier im Piemont waren alle super nett, unglaublich hilfsbereit, zuvorkommend, besorgt. Ich habe mich vom ersten Tag an wohl gefühlt. Klar gab es auch den einen oder anderen Ausreisser, aber das waren ganz wenige. Von Albergo di Leone, der mich abgeholt hat, als der Bus nicht fuhr, über Renata von Albergo Fontana, die wie eine Mama war, oder Simone aus San Lorenzo, die immer gute Tipps hatte, bis hin zu dem Team vom Refugio Ferrioli, habe ich sie alle ins Herz geschlossen und würde bzw. werde sie wieder besuchen.
Ich habe mir auch vorgenommen Italienisch zu lernen, mein Spanisch half zwar sehr, aber ich möchte mich mit ihnen wirklich unterhalten können. Das Verlangen habe ich heute in der Früh wieder gespürt, als Renata auf uns eingeredet hat, ohne Rücksicht darauf, dass wir kein Wort verstanden haben. Sie war so nett! Hat sich noch erinnern können, dass ich damals 1,5kg Fleisch für die Pupsen haben wollte und uns wieder welches besorgt. Hat auch noch gewusst, dass ich das umgepackt habe, damit es in meine ZipLoc-Beutel passt und brachte mir wieder eine Schere zum Aufschneiden der Packerl. Und als wir dann gehen wollten – 2h später als geplant, denn so lange dauert das Verabschieden von ihr, hat sie uns noch einen Génépi geschenkt und als wir wirklich schon bei der Tür waren, auch noch ein Packerl Kekse zugesteckt. Wir könnten ja verhungern! Dabei reichen die Reserven des gestrigen Abendessens und des heutigen Frühstücks bis nach Wien!
A propos Abendessen. Es gab 11 Gänge und ja, man ist etwas im Stress. Sie werden zwar nicht auf einzelnen Tellern serviert, sondern es kommt wer mit Tabletts und fragt „vole probate?“ Na klar will man probieren, es schaut und riecht alles so lecker!

Aber man kommt ja nicht nur wegen dem Essen auf die GTA, sondern wegen der Wanderungen. Diese sind anfänglich super spannend. Man startet im Örtchen und wandert durchschnittlich 1000HM bis zum Pass. Dann kommt der WOW-Effekt und zwar immer. Es ist einfach unbeschreiblich, wenn zusätzlich zu der Anstrengung, dem Adrenalin und den Endorphinen, dann auch noch die Aussicht kommt. Und dann geht es wieder abwärts ins nächste Örtchen und man ist schon auf das kommende Posto Tapa gespannt! Die Wanderwege sind nur ganz selten auf Straßen, meist sind es zuerst Wälder, dann Almen, dann alpines Gelände, durch das man durchspaziert. Immer wird man begleitet von Kuhglocken und Murmeltiergelächter, und man sieht sonst etliche Vertreter der Tierwelt. Von der Flora ganz zu schweigen. Ich bin sehr froh, dass mich zwei Tage lang Hans begleitet hat, der Hobbybotaniker. Ohne ihm hätte ich die Augen nicht so offen dafür gehabt und nicht so viel gelernt.Die Vielfalt ist unglaublich und es ist alles so wunderschön bunt und saftig.
Dazu kommen noch die Steinhäuser, egal ob in den Dörfern oder auf den Almen, egal wie verfallen, schauen sie trotzdem spannend und auf ihre Art schön aus.

Und genau dann, wenn man sich denkt, jetzt wird es langsam langweilig, jeden Tag das gleiche, kommt die Veränderung. Oder lag es daran, dass dann Tom zu mir stieß?. Kann ich jetzt nicht sagen.

Jedenfalls kann ich kurz zusammenfassend sagen, dass ich ein Piemont Fan geworden bin und hier noch ganz viel Ziele zum wieder besuchen habe. Ich möchte bei Simone einen Kochkurs machen, außer ich kann bald gut genug Italienisch um Renata zu verstehen. 🙂 Das Albergo Fontana wird in Zukunft zu einem Fixstopp am Weg in den Süden werden, auch wenn man hier wirklich tief ins Tal rein fahren muss. Viel länger, als zwei Tage kann ich hier aber unmöglich bleiben, so viel Sport kann nicht mal ich machen, um die Kalorien abzuarbeiten. Ich möchte einen der 4000er des Monte Rosa besteigen und ich möchte natürlich die GTA fertig machen. Von 65 Etappen, habe ich 33, also noch ganz viel hier abzuwandern.

Das einzige Manko am Piemont, ist der Mangel an Geocaches. Wir loggten heute in der Früh einen bei Rimella, wo auch endlich mein TB rein passt. Ich hab am Golzentipp meinen einzigen Gipfelschnaps allein getrunken. Es war so ein kleines Fläschchen mit einem Tiroler Hut drauf. Diesen habe ich nun auf die Reise geschickt. Eigentlich wollte ich ihn schon in Monaco in eine Dose geben, aber kleines Städtchen, kleine Dose, hat sich dort nichts passendes Gefunden und so ist es Rimella geworden, auch ein würdiger Startpunkt.
Deswegen konzentrierten wir uns dann auf die Geocaches am Logo Maggiore und um unsere Abwechslung zu behalten, wurde es heute das Element Wasser, welches die T5er bestimmte. Ein Schwimmcache und zwei Bootscaches haben wir geholt, letzteres mit den Pupsen. Armes Würmchen war zuerst ganz verstört, es war ihr erstes Abenteuer an Board, aber bei der Rückfahrt fühlte sie sich schon sicher genug, um sich am Boot zu bewegen.

Aber die Überraschung des Tages war das perfekte Timing. Ich wusste Volker ist hier irgendwo in der Nähe und als sich ihn in der Früh fragte, wo er denn am Abend schlafen würde, stellte sich heraus, dass wir das gleiche Ziel hatten. Den Campingplatz in Bellinzona. Und so ließen wir den Abend bei einem Fläschchen Rotwein ausklingen und tauschten uns über die vergangenen Etappen des Graz-Monaco-Spaziergangs aus.

Geocaching-Statistik
gefunden Geocaches: 4
davon T5er: 3
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Fotos – 04.08.2017

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13 Comments
  1. Antworten

    STEFANIE

    August 5, 2017

    Hallo Ania,

    irgendwie bin ich jetzt, da du auf der Rückreise bist, wieder so berührt – fast aufgeregt – wie zur Zeit Deiner Abreise.
    Komm gut nach Hause, ich freue mich sehr auf unser Wiedersehen!

    big hug – auch ganz liebe Grüße an Tom
    Stefanie

  2. Antworten

    Frank_Z

    August 5, 2017

    Hallo Ania,

    das mit dem GTA fertig machen klingt interessant. Da bin ich ja fast gezwungen das Listing für den Multi Nuffenenpass bis Rimella fertig zu machen. falls du den Kürschner Führer verwendest. Du wärst dann quasi Beta-Tester. 😉
    Ob das letzte Stück vom GTA (Verlängerung) besser ist, als die französische Via Alpina? Es gibt/gab wohl zumindest zum Teil noch eine hochalpine, wenig begangene GTA-Variante. Im Nordteil war diese zumindest im Jahre 2011 noch ausgeschildert, da geht es mal zum Rifugio Andolla ab, danach sind es glaube zwei Biwakübernachtungen. In der IGC Karte ist das eingezeichnet, müsste auch mal in den Bäzigführer schauen, aber der erwähnt das glaube auch nur nebenbei.
    11 Gänge gab es damals bei mir nicht, ich war neben der einheimischen Gesellschaft aber auch der einzige Gast, obwohl ich mich ausnahmsweise schon im Lauf des Tages angekündigt hatte. Kürschner weicht an manchen Stellen im Nordteil vom original GTA ab, z. B. bei Zwischbergen/Gondo. Die Unterkunft im letzten Ort kann zwar quantitativ nicht mit dem Fontana mithalten, aber geschmacklich ist das mindestens gleich auf. Ein Bild von dem Herren beim Käse machen ist ja im Führer drin. Ich hatte damals übrigens ein Käselunchpaket statt Frühstück rausgehandelt, da ich Müsli eh immer mitschleppe, sonst geht bei mir gar nichts.

    Grüße aus Straßburg

    Frank

    • Antworten

      weltraumaeffchen

      August 7, 2017

      Guten Morgen,

      stehe als Beta Tester jederzeit zur Verfügung 😉
      Ich sehe schon, ich bekomme langsam einen Stress – so viele neue Weitwanderziele poppen gerade auf. Zusätzlich würde ich aber gern mit Tom auch noch den Teil der GTA abgehen, den er noch nicht gesehen hat.
      Aber ein kleiner Hinweis für Dein Listing – ich finde bei Weitwandercaches, und vor allem bei welchen, die länger als eine Woche dauern und dann auch noch teilweise durch alpines Gelände gehen, sollte die Terrainwertung definitiv T5 sein. Über die D Wertung lässt sich streiten. Da gehen nämlich unsere Meinungen mitm Paten etwas auseinander. Ich bin jedenfalls sehr froh, dass Graz-Monaco einer war, sonst wäre ich nie zu einer Weitwanderin geworden und hätte das alles nicht erlebt!

      Zur GTA: Ich hatte den Kürschner Reiseführer, Thomas den Bätzing, also schnupperten wir immer in beide hinein. Sind nicht immer deckungsgleich. Nachdem nicht nur mir Frankreich nicht so gefallen hat, glaube ich schon, dass die restliche GTA eine gute Alternative. Nächstes Jahr kann ich Dir vielleicht mehr sagen 🙂

      Liebe Grüße, Ania.

  3. Antworten

    cezanne

    August 7, 2017

    Zum T-Rating: Auch wenn ich Deine persoenliche Motivation fuer T=5* verstehe, halte ich sie nicht fuer richtig. Die T-Skala bei Groundspeak hat die Anomalie, dass sie nicht linear ist. 5* ist ein Sonderfall und es gibt viele Caches die zurecht mit T=5* bewertet sind, aber einfacher sind als 4* und 4.5* Caches. Die seinerzeitige Entscheidung von Groundspeak (oder eigentlich dem Cacher Clayjar) die Definition von 5* so zu waehlen, ist durchaus kritisch zu hinterfragen aber nun nicht mehr zu aendern (ich persoenlich halte sie fuer ungluecklich, weil die meisten Cacher die hoechste Bewertung als hoechste Schwierigkeit ansehen werden – das zeigt sich ja auch darin, dass es Leaderboards fuer T=5* Caches gibt aber kein Hahn nach der Anzahl der 4.5* Caches kraeht).

    Ich zitiere hier nur die Beschreibung fuer 4*, 4.5* und 5* (im englischen Original)

    4 stars

    Very strenuous movement that may include significant distance, overgrowth, swimming, or elevation changes.

    4.5 stars

    Extremely demanding movement over potentially hazardous terrain.

    5 stars

    Requires specialized equipment such as scuba gear, a boat, rock climbing gear, or similar.

    Quelle
    https://www.geocaching.com/help/index.php?pg=kb.chapter&id=97&pgid=82

    D=5* ist fuer einen langen Weitwandercache deutlich besser zu vertreten als T=5* wenn man die oben zitierte Quelle zur Basis nimmt und das Gesamtwerk bewertet und nicht die Stationen und den Endcache fuer sich.

    • Antworten

      weltraumaeffchen

      August 7, 2017

      Liebe Cezanne,

      ich kenne natürlich die Definition und bin auch gut auf Deinen Kommentar vorbereitet, da K2 sehr ähnliche Argumente hatte 🙂
      z.B. dass ein T5 Cache spezielle Ausrüstung erfordert. Das ist auch richtig! Und ich hoffe doch, dass niemand ohne Ausrüstung auf Weitwanderung geht! Meine hat ca. 5000,- gekostet (ohne ultraleichte Kamera und Laptop, die hatten nicht unbedingt etwas mit der Weitwanderung zu tun).

      Aber Du hast auch natürlich vollkommen Recht, dass die T5 Wertung zu wenig spezifiziert ist und dass ein T5er nicht gleich einem T5er ist. Das beste Beispiel ist der T5er in Bellinzona, den Volker ohne jeglicher Hilfsmittel nur mit seiner Körpergröße problemlos geschafft hat und ich zwei Mal hin musste 🙂

      Meine persönliche Motivation für T5er kommt von der Herausforderung sich Herausforderungen zu stellen, an seine Grenzen zu gehen, sich seinen Ängsten zu stellen. Aber vor allem bin ich ein großer Fan von gutgemachten, spannenden Caches an interessanten, schönen Orten. Irgendwie trifft das bei den T5er Caches sehr oft zu. Wahrscheinlich liegt das daran, dass der Aufwand einen T5er zu legen schon so groß ist, dass man sich dann auch bei der Dose selbst etwas überlegt und nicht einfach nur eine Filmdose irgendwo rein steckt oder mit Holz zudeckt.

      Ich glaube, es ist nicht ganz so falsch, sich deswegen T5er herauszusuchen. Wir fahren gerade etliche Klettersteige am Heimweg ab und jeder ist ein tolles Erlebnis.

      Liebe Grüße mittlerweile aus Kärnten,
      Ania.

      • Antworten

        cezanne

        August 8, 2017

        Hallo

        Die Art Ausruestung, die Du auf Deine Wanderung mitgenommen hast, ist allerdings von Groundspeak nicht gemeint. Der wesentliche Punkt ist jedoch, dass Clayjar seinerzeit viele Auspraegungen von Caches nicht bedacht hat und die D und T Bewertungsdefinitionen nicht darauf abgestimmt sind. Es gibt daher letztlich keine richtige D und T Bewertung fuer Caches, die aus dem Rahmen fallen.

        Ich kann mit 5/5 fuer Graz Monaco genauso leben wie wenn es eine andere Bewertung waere. Problematisch sehe ich nur irrefuehrende Bewertungen an wie zB 2* fuer eine Baumkletterei weil man der Weg zum Baum einfach ist und besonders die falsche Verwendung von 1*.

        Ich verstehe gut, dass Du die Herausforderung schaetzt, die viele T=5* Caches darstellen. Ich denke, dass es sich aus Sicht der Herausforderung aber auch auszahlen koennte (fuer Dich und andere T=5* Fans) auch mal einen gezielten Blick auf T=4.5* Caches zu werfen.
        Es gibt unter denen viele interessante und besuchenswerte waehrend es unter den T=5*
        Caches auch solche gibt, die sich auch fuer patscherte Cacher wie mich eignen und die fuer jene langweilig sind, die eine Herausforderung suchen und auch faehig sind diese zu meistern. Wir koennen nicht die nicht gut ueberdachte Weise aendern, die hinter der Erstellung der D/T-Skala steckt, aber die Art und Weise wie wir nach Caches, die fuer uns interessant sein koennten, Ausschau halten. Darauf wollte ich letztlich hinaus, aber habe es nicht gut ruebergebracht. Der Rest ist eher akademisch und in der Praxis waehlt der eine Verstecker den einen Weg und ein anderer einen anderen.

        LG

        • Antworten

          K2

          August 8, 2017

          Hallo Cezanne.
          Hallo Ania.

          Evtl. einfach ein (Cacher-)Generationenproblem !?

          Bei München-Venedig gab es damals auch Diskussionen, bin aber bis heute nicht der einzige, der auf die aktuelle Bewertung kommt.

          LG K2.

          • cezanne

            August 9, 2017

            Hallo K2

            Diskussionen ueber D/T-Bewertungen gab es immer und wird es immer geben angesichts der recht ungenauen und nicht vollstaendig durchdachten Vorgaben.

            Bei Muenchen-Venedig kaeme ich bei T auch auf 4, bei D vermutlich auf zumindest 2.5* oder 3* (durch die Gesamtzahl der Stationen) aber das beruht auf subjektiver Einschaetzung.

            Meiner Ansicht nach resultiert der Wert eines solchen Caches (ob nun Muenchen-Venedig oder Graz-Monaco) nicht aus dessen D/T-Bewertung.

            Weil Du Cachergenerationen ansprichst, ich denke das spielt eine Rolle, wenn es um den Wert geht, der T=5* Caches zugesprochen wird. In den Anfangsjahren standen mehr die Caches selbst und nicht das Drumherum (Bewertungen, Statistiken etc) im Vordergrund. Durch diverse Statistik- und Rankingseiten und Dinge wie Badges, Souvenirs etc haben T=5* Caches einen hoeheren Stellenwert erhalten als er ihnen angemessen waere.

            Geocachen wird mittlerweile von vielen sehr viel wettbewerbsorientierter betrieben als das frueher der Fall war. Solange dies der persoenlichen Motivation und Freude dient und keine unerwuenschten Auswuechse fuer Geocaching mit sich bringt (nicht immer der Fall, aber hier nicht das Thema), ist dagegen nichts grundsaetzlich einzuwenden. Aus der Sicht derjenigen, die nach dem Besten, Groessten, Hoechsten, Schwierigsten etc streben ist es nicht verwunderlich, wenn sie nach Caches mit Hoechstbewertungen Ausschau halten. Im Fall von T=5* bringt das jedoch das Problem mit sich, dass T=5* sehr viel einfacher sein kann als T=4.5* oder je nach Fall auch T=3*, 3,.5*, 4* (und zwar bei jeweils korrekter Bewertung). Das ist eine ungewoehnliche Anomalie, die die Leute von den Skalen, mit denen sie es meistens zu tun haben, nicht gewohnt sind. Spezielle Statistiken fuer T=5* Caches sind daher eher sinnbefreit und ein Cache wird nicht durch eine T=5* Bewertung geadelt.

            Wie auch immer, ich rate allen, die an Caches mit hohen Anspruechen in bezug auf das Terrain interessiert sind, sich auch T=4* und vor allem T=4.5* Caches anzuschauen.

            LG

      • Antworten

        Volker

        August 8, 2017

        Ich bin auch stark dafür, dass der Graz Monaco Cache als T5 gewertet wird. Speziell, wenn ich für die dritte Phase mein drittes Paar Bergschuhe brauche. Obwohl für das Bergen des Caches außer vorheriger mathematischer Berechnungen (was für mich ja eher die D Wertung betrifft) vor Ort wahrscheinlich keine weiteren Hilfsmittel notwendig sein dürften.

        • Antworten

          K2

          August 8, 2017

          Hallo Volker.

          3. Paar Bergschuhe ? – Evtl. die falschen ?
          Nach ca. 2.300 Kilometern (also deutlich länger als Graz – Monaco) habe ich meine mal neu besohlen lassen.
          Habe zwar mittlerweile neue – nötig gewesen wären sie allerdings nicht.

          Cu K2.

      • Antworten

        K2

        August 8, 2017

        Hallo Ania.

        Du hast natürlich auch Top-Ausrüstung, ABER notwendig wäre sie wohl nicht gewesen – natürlich hat sie 1.000 positive Eigenschaften und man mag sie nicht mehr missen, aber wenn man auf alten Fotos sich beispielsweise Ludwig Graßler oder die Lukans aus Wien anschaut, ist es keine Notwendigkeit und auch nicht sehr speziell 😉

        LG aus Nordtirol bei 0,5-Gläsern,
        K2.

        • Antworten

          weltraumaeffchen

          August 11, 2017

          Sehr cool der alte Herr, aber das ist kein Argument, denn Perlentaucher benötigen auch keine Tauchausrüstung, Toni Floh (ein Tullner und guter Freund) hat letztes Jahr den Ärmelkanal ohne Boot überquert und am Montag hat uns einer am Klettersteig nur mit Short und Sneackers überholt …. so viel zum Thema Ausrüstung.
          So jetzt hab ich auch meinen Senf dazu abgegeben.

          Jedenfalls bin ich froh, dass es ein T5er war, sonst wäre ich nie eine Weitwanderin geworden. Aber ich werde meinen Horizont erweitern und T4,5 mit ins Program aufnehmen. Denn im Grunde habt Ihr natürlich Recht. Die ganze Skala passt einfach nicht mehr so richtig.

          Liebe Grüße, Ania.

  4. Antworten

    Apollo

    August 7, 2017

    In Kärnten und wir nicht da.. 😐
    Aber bald! 🙂

    5000€? Irre! 😲

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Höhe statt Ferne

zur StoryView more

2017 war für mich das Jahr der weiten Wanderung – in 100 Tagen ging ich von Graz nach Monaco.

Als ich damals im Piemont am Monte Rosa vorbeigewandert bin, wusste ich … irgendwann werde ich diesen Gebirgszug nicht nur aus der Ferne betrachten. Aus “irgendwann” wurde “sehr bald” …

… und so habe ich 2018 meine Prioritäten anders gelegt und mich unter dem Motto “Höhe statt Ferne” kürzer, dafür höher nach oben orientiert und auf einer zweitägigen Tour meine ersten 4.000er Gipfel bestiegen und auf der höchsten Berghütte Europas übernachtet.

In meinem Tagebuch kannst Du über dieses besondere Erlebnis nachlesen.

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