By on August 2, 2017

Der letzte Programmpunkt meines Sommerspaziergangs von Graz nach Monaco wurde mit dem Einwurf der zahlreichen Ansichtskarten in den Briefkasten in Monaco abgehakt und das Abenteuer damit offiziell beendet. Ich fühlte mich sehr geehrt, so viele Adressen bekommen zu haben!

Geehrt und dankbar!

Ich möchte mich an dieser Stelle bedanken, denn auch wenn ich den körperlich anstrengenden Teil dieses Abenteuers hatte, waren viele andere daran beteiligt, ohne die es gar nicht möglich gewesen wäre.

Zuerst ist da natürlich der Owner des Caches, ohne den ich nie auf die Idee gekommen wäre, eine hunderttägige Weitwanderung zu machen! Danke auch, dass es ein T5er war! Ich fühlte mich jederzeit super betreut und sogar, als er dann selbst auf Wanderung ging, stand er mir trotzdem mit Rat und Tat zur Seite. Viele Emails wurden geschrieben, eine lustiger und aufmunternder als die andere. Die Demotivierenden habe ich schon verdrängt! Ich freue mich auf ein persönliches Kennenlernen und bin schon sehr gespannt, wer da wirklich hinter dem Paten steckt!

Die Idee diesen Cache zu machen hätte ich nie in die Tat ungesetzt, wenn Stefanie mir nicht den richtigen Anstoß gegeben hätte! Danke Dir und … I never walked alone!

Und als die Entscheidung viel und ich es meiner Familie und Freunden erzählte, kam die Bestätigung, denn alle glaubten an mich.
100 Tage sind eine lange Zeit und psychisch eine große Belastung. Umso wichtiger waren die Pausentage unter Freunden und Familie.

Meine Eltern begleiteten mich drei Tage und halfen, bei Schneesturm und Nebel die Phase II zu beenden!

Angela, Helge und Silva nahmen mich als erstes auf und motivierten durch ihr großes Interesse und Unterstützung.

Cose, Volker und Jakob beherbergten mich gleich zwei Mal und wanderten einen Tag mit. Innsbruck wurde quasi zum zweiten Hauptquartier und einem wichtigen Stützpunkt!

Irmi und Novi besuchten mich in Südtirol und machten das eine Wochenende zu einem kulinarischen Highlight.

Dank all dieser Unterbrechungen im Wanderalltag war es mir möglich, immer wieder aufs neue Energie zu tanken und weiter zu gehen!
Danke Euch!

Auch die vielen Ratschläge, die per Mail, Kommentar im Blog oder Telefon kamen, trugen wesentlich zu dem Erfolg dieser Expedition bei. Einerseits die von denen, die Teile der Route bereits kannten und mir mit wichtigen Tipps zur Seite standen, wie K2, Volker, Frank, Gert oder Martin, so wie alle mit allgemeinen Tipps, wie Astrid, Thomas, Suyven und Günter.

Danke, auch dafür, dass Ihr bis zum Schluss durchgehalten habt!

Oder mein Vater, der zu jeder Tages- und Nachtzeit bereit war, mit mir telefonisch seine McGyvermäßigen Lösungen für nahezu alle unlösbare Probleme zu teilen! Sein vererbter Ehrgeiz und Perfektionismus machen mich zu dem was ich bin, sicher keine einfache Person, aber eine die trotz aller Hindernissen am 28.7. am Meer ankam. Mein Papa war definitiv einer meiner größten Fans und hat nie aufgehört, auch nur eine Sekunde daran zu glauben, dass ich es schaffe. Danke für Dein Vertrauen in meine Stärke!

Aber auch die Zweifler haben Ihren Teil dazu beigetragen. Gerade Martins “Du kommst bis Bleiburg und nicht weiter” weckte den Kampfgeist erst recht!

Und dann gab es noch die vielen psychischen Tiefs, in denen man ganz viel Verständnis braucht und jemanden, der einem zuhört. Danke Cose, Babsy und Angela, dass Ihr meine Seele während dieser Wanderung betreut habt! Auch Danke Dir, Novi, dass Du immer zur richtigen Zeit die richtigen Worte per Mail fandst!

Jeder auch noch so kurze Kommentar im Blog hat mich motiviert und Kraft gegeben! Es war ein gutes Gefühl zu wissen, dass mich so viele im diesem begleiten, mitlesen und mitfiebern! Zu den bereits genannten gehören hier auch Natascha, an die ich immer wieder beim Schminken in der Früh denken musste, Martina, die ihr Abenteuer noch vor sich hat, Silvia, Steffi, Irene, Viola, Uschi und Claudia, die mir ganz fest die Daumen gehalten haben, tolle Menschen, die ich unterwegs traf, wie Susanna, Carina, Michiel, Benoit, Davis, Marco, Hannes und viele Geocacher wie Rene, Michi, Lisi, Neo777 und Julia, cezanne und Biggi.  Ihr habt alle an mich geglaubt und gabt mir Mut! Dank Euch habe ich auch diesen Blog täglich geschrieben und habe nun eine tolle Erinnerung! Danke Euch, dass Ihr nicht aufgehört habt reinzuschauen und Euch auch immer wieder gemeldet habt!

Auch die Hilfe daheim war sehr wichtig. Wenn ich nicht sicher sein hätte können, dass Renatka und Ula in meiner Abwesenheit Haus und Garten betreuen und Tom dabei unterstützen den Haushalt zu führen, hätte ich nie mit ruhigem Gewissen so lange weg können. Renatka hat mich auch ganz toll für die Rückreise gepackt! Ich kann jeden Tag zwei Kleidchen und drei Hosen anziehen und hab NIE das gleiche an 🙂 Idschy hat sich um unsere Babies gekümmert und hat immer wieder dafür gesorgt, dass in Toms Abwesenheit, die Fellnasen auch ihre Streicheleinheiten bekamen. Alex und Manfred haben sich Toms seelischem Wohl angenommen! Danke Euch!

Auch wem auch immer da oben muss ich danken! Denn meine Wanderung, trotz aller Hindernisse, stand von Anfang an unter einem guten Stern. Es gab viele gefährliche Situation aus denen ich immer unbeschadet raus kam, ich hatte nahezu immer perfektes Wetter, es fand sich immer die richtige Unterkunft, es gab immer nette Menschen, die mir auf dem Weg in allen Situation halfen – danke auch Euch, auch wenn Ihr das vielleicht nicht lest!

Aber der größte Dank gehört meinem Ehemann! Die Probleme, die wir hatten, brachten mich dazu, mir diese Auszeit zu nehmen und als ich weg ging, wusste ich nicht, ob ich einen Platz zum Zurückkommen haben werde. Tom hat aber nie an uns gezweifelt, hat mich nie aufgegeben und war immer für mich da. Na gut, fast immer, über Roya reden wir noch. 😉
Es war mein größter Wunsch, dass er mich auf meiner Wanderung ein paar Tage begleitet, damit er versteht und sieht und erlebt was ich gesehen und erlebt habe. Diesen Wunsch traute ich mich nie auszusprechen, denn es musste seine Entscheidung sein. Und dann war er nicht nur einmal bei mir, sondern gleich vier Mal nahm er unglaubliche Strapazen auf sich, um mich zu sehen.
Danke Dir mein Schatz 😘, ich liebe Dich und freue mich auf unsere gemeinsame Zukunft, was auch immer sie bringt und welche Probleme auch kommen. Jetzt weiß ich, wir können alles schaffen und lösen!

Alles nochmal Revue passieren lassen

Wir haben heute den gemütlichen Heimweg durch jede Region und somit jedes Land, in dem ich war, angetreten. Heute war Frankreich mit der Provence dran. Hier war es möglich durch jedes Örtchen, durch das ich durchgewandert bin, auch durchzufahren und es war echt toll. Immer wieder schrie ich auf: hier bin ich abgebogen, diese Stufen bin ich heruntergekommen, über diese Brücke bin ich gegangen! Ich erzählte nochmal das eine oder andere Detail und schwelgte in Erinnerungen!

Die nächste Challenge!

Ganz untätig waren aber nicht. Jetzt, wo ich DEN EINEN T5er abgeschlossen habe, kann ich mich wieder um meine T5 Statistik kümmern. 😉 Wobei die Quantität mir jetzt gar nicht mehr so wichtig ist, die Qualität dafür umso mehr. Und heute hatten wir richtig Glück. Am Weg lag ein wunderschöner Klettersteig “canyons de lantosque”, der durch eine Schlucht führte und tolle Elemente eingebaut hatte. Anfänglich war ich mir nicht sicher, wie es eigentlich mit meiner Höhenangst nach 100 Tagen mit festem Boden unter den Füßen ausschaut. Aber nach der ersten Affenbrücke war alles vergessen und wir genossen die tollen Bilder. Als Abschluss gab es sogar einen Flying Fox.
Der zweite T5er bescherte uns einen steilen Abendspaziergang auf 2700m mit toller Aussicht, unter anderem auf den Weg, den ich vor 10 Tagen gegangen bin!

Wie geht es hier nun weiter?

Ich möchte die Heimreise hier weiterhin festhalten, als eine Art Reisetagebuch. Es würde mich natürlich sehr freuen, wenn Ihr uns weiterhin hier begleitet!

Auch danach werde ich den Blog weiterführen, in erster Linie um meine Geocaching T5er Erlebnisse festzuhalten. Die nächste Angst, die es zu überwinden gibt, ist die vor Wasser, vor der Tiefe, vor der Dunkelheit dort und davor unter Wasser keine Luft zu bekommen.

15.-17. September 2017

Natürlich möchte ich mein Ende der Gassi-Geh-Runde auch feiern – mit einem Posto Tapa Event vom 15. bis 17. September – und würde mich freuen, Euch alle da zu treffen! Details folgen noch, aber das Datum ist fix, der Ort ist Wien und es wird nicht nur Zwieback und Polenta geben. 😉

Geocaching-Statistik
gefunden Geocaches: 3
davon T5er: 2
Links

Fotos – 02.08.2017
Via Ferrata Canyons de Lantosque

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8 Comments
  1. Antworten

    natascha

    August 3, 2017

    viel spaß noch beim “schnelldurchlauf” und heimkommen!!!

  2. Antworten

    Babsy

    August 3, 2017

    Es war mir ein Volksfest! Habe die Ehre und auf Wiedersehen!

    • Antworten

      Babsy

      August 3, 2017

      danke für deine worte, sehr gerne geschehen! bussi

  3. Antworten

    Apollo

    August 3, 2017

    Danke dir!
    Es war schön, so nah an deinem Abenteuer-Spaziergang dabei zu sein als du bei uns warst.

    Und danke für die tägliche Bettlektüre..

    Ich freue mich schon auf die neue alte Ania im September!
    😗

    • Antworten

      weltraumaeffchen

      August 7, 2017

      na hoffentlich seid Ihr alle nicht von der neuen, alten Ania enttäuscht ….
      aber gut, dass ich dann noch fast einen Monat Zeit habe mich zu akklimatisieren. Im Moment habe ich gerade ziemlich Gemütsschwankungen :-0

  4. Antworten

    Cose

    August 4, 2017

    Na super, jetzt hab ich diesen Eintrag gerdae an der Bushaltestelle mitten in Innsbruck durchgelesen und dabei sind mir die Tränen runter gekullert. Haben die Leute wieder mal was zu schauen gehabt… 🙂 Als deine Trauzeugin bin ich sehr froh, dass du weiterhin an Eurer Ehe festhälst. Und ich bin auch fest davon überzeugt, dass diese Erkenntnis richtig ist…. Ich bin auch sehr froh dass du wieder heil zurück bist! Und ich hoffe, dass du sehr viel von dieser Auszeit für dich mitnehmen kannst und ein bisschen innere Ruhe gefunden hast. Freu mich schon auf ein Wiedersehen!

    • Antworten

      weltraumaeffchen

      August 7, 2017

      Guten Morgen beste Trauzeugin der Welt!

      Du hast Deine Aufgabe als diese in den vier Monaten super gemacht und einen großen Anteil an allem. Danke Dir! Auch für die Tränen, zumindest bin ich nicht die einzige, die seit einer Woche immer wieder Tränen in den Augen hat 😉

      Ich freu mich auch schon Euch spätestens im September wieder zu sehen!

      Liebe Grüße, bereits wieder aus Österreich!

  5. Antworten

    Volker

    August 4, 2017

    Das Gute, wenn ich selbst wandere, ist, dass ich Erfahrungen aus erster Hand sammle. Etwas leid tut mir, wenn ich aufgrund fehlenden Internets nicht an anderen Wanderungen teilhaben kann und auch meine Erfahrungen nicht teilen kann.
    Lg Volker

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Höhe statt Ferne

zur StoryView more

2017 war für mich das Jahr der weiten Wanderung – in 100 Tagen ging ich von Graz nach Monaco.

Als ich damals im Piemont am Monte Rosa vorbeigewandert bin, wusste ich … irgendwann werde ich diesen Gebirgszug nicht nur aus der Ferne betrachten. Aus “irgendwann” wurde “sehr bald” …

… und so habe ich 2018 meine Prioritäten anders gelegt und mich unter dem Motto “Höhe statt Ferne” kürzer, dafür höher nach oben orientiert und auf einer zweitägigen Tour meine ersten 4.000er Gipfel bestiegen und auf der höchsten Berghütte Europas übernachtet.

In meinem Tagebuch kannst Du über dieses besondere Erlebnis nachlesen.

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